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Borderlands

Sonntagabend: Der Arm des Zerstörers schlägt nach mir, mein Schild ist praktisch nicht mehr vorhanden und einen weiteren Schlag halte ich nicht aus. Aus dem Augenwinkel sehe ich gerade, wie der Berserker seinen Raketenwerfer auspackt und schießt. Ich schaue dem Schweif der Rakete hinterher bis zur Detonation. Sofort wird der Award für den Sieg über den Zerstörer der Kammer sichtbar und drei Leute der Party fangen an zu jubeln. Nach über 20 Stunden Spielzeit haben wir endlich den Endgegner erledigt! Einige Stunden davor…

Was macht man an einem verschneiten Wochenende, an dem eine Unwetterwarnung die andere jagt? Meine Idee war es, in aller Ruhe Borderlands ein wenig anzudaddeln.

Berserker: Blaaa. Wieso brauchst du eigentlich immer eine doofe Einleitung für die Artikel? Um es kurz zu halten: Vier Leute die a) Lust auf Zocken und b) Borderlands in ihrem Besitz haben, meinten den Koop-Modus testen zu müssen. Zusätzlich noch meine Fäuste und unzählige Gegner, die meine Fäuste spüren wollten, mehr braucht kein Spiel!

Fäuste? Unzählige Wummen und Gegner, welche unsere Projektile futtern wollen, meinst du wohl eher! Im Spiel können über eine halbe Million unterschiedlicher Waffen genutzt werden, wobei deren Schadenswert, Magazingröße und Nachladegeschwindigkeit sehr stark variieren. Einige haben noch zusätzliche spezielle Schadensformen wie Explosions-, Säure- oder Feuerschaden. In wenigen Worten: Verdammt viele Waffen!

Jäger: Vergiss meinen Falken nicht! Der macht die Gegner direkt aus der Luft platt.

Keine Sorge. Jeder der vier Klassen – Soldat, Berserker, Jäger und Sirene – haben spezielle Fähigkeiten, die sie eine bestimmte Zeit einsetzen können. Der Jäger hat den Falken, welcher Gegner direkt angreifen kann. Der Berserker dreht durch und kloppt die Gegnermeute zu Brei. Die Sirene kann sich unsichtbar machen und sich an den Gegner ranpirschen, um eine optimale Position für den Angriff zu finden und der Soldat kann ein Geschützturm aufstellen. Diese Fähigkeiten können noch durch Punkte, die es nach jedem neuen Level gibt, verbessert werden.

Berserker: Lass uns endlich nach New Haven und die Missionen dort schnell schaffen. Möchte heute auf jeden Fall noch den Zerstörer zu klump hauen! Ab mit euch in die Fahrzeuge und lass’ uns schnell hinheizen.

Das ist eine der Möglichkeiten. Die zweite wäre das Teleportersystem innerhalb der Welt zu nutzen, das aber erst im Spielverlauf aktiviert werden muss. Es gibt unzählige Orte, auch wenn man sich das gar nicht vorstellen kann, da einen die Anfangswelt für einige Stunden gefangen hält. Die Missionen sind immer nach einem ähnlichen Schema aufgebaut: „Finde x und bringt es mir“, „Töte y“ oder „Plätte eine bestimmte Anzahl von Gegnern“. Das Gehirn ist bei der Lösung der Missionen jedenfalls nicht nötig.

Sirene: Was willst du damit sagen? Das wir etwa dumm sind? Wir müssen je nach Gegnertyp schauen, wie wir diesen am besten ausschalten können. Gegen welchen Art von Schaden er am empfindlichsten ist und ob wir uns nicht in eine bessere Position bringen können!

Ja ist ja okay. Grundsätzlich gilt aber, dass zu 99% der Kopf die empfindlichste Stelle ist. Heißt, sonderlich lange darüber nachdenken ist nicht unbedingt von Nöten. Kommen wir kurz auf die Grafik zu sprechen, einen stark comic-ähnlichen Stil…

Berserker: Willst du uns mit Comics vergleichen? Etwa mit Sailermoon und so einem Quatsch? Pass auf was du sagst, sonst gibt’s auf die Neun.

Natürlich nicht. Insgesamt ist der Stil für die jeweiligen Charaktere und Gegner umgesetzt. Heißt, der Stil passt definitiv zu der Art des Spiels wie die Faust aufs Auge.

Berserker: War das eine Aufforderung?

…. Stunden später

Wir jubeln noch ausgelassen und geben die letzte Mission ab. Es war ein heißer Kampf und wir haben locker mehr als eine Million Schüsse verballert, auch wenn der Soldat und der Berserker den Löwenteil ausmachen. Im Koop-Modus gibt es auf der XBOX kaum Spiele, welche zu viert ähnlich viel Spaß machen (okay es gibt welche, aber sehr wenige). Ich will mich gerade verabschieden, als aus dem Kopfhörer die Frage ertönt: „Wie wär’s, wenn wir es gleich ein zweites Mal durchspielen? Stärkere Gegner und größere Wummen!…“ Stille. Ich rüste meinen Soldaten mit Munition aus und ab geht es in die zweite Runde.

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4 Comments

  1. Revenger
    Posted 25. Januar 2010 at 09:49 | #

    Danke für den Tipp. Grad gesehen da gibts auch addons. sind die gut?

  2. Posted 25. Januar 2010 at 09:55 | #

    das Addon Die Zombie-Insel des Dr. Ned kann ich empfehlen, dass zweite Addon teste ich erst die kommenden Tage. Dazu wird es dann aber auch wieder einen größeren Artikel geben.

  3. Posted 27. Januar 2010 at 11:23 | #

    Das zweite “Addon” mit der Arena ist an sich ganz gut. Besonders gut ist, dass es mal schwerer ist als die Kampagne des Spiels (zumindest war es so für uns :p). Ich denk jedoch nicht, dass es groß für Langzeitspaß sorgen wird – wer jedoch die Herausforderung mag, wird es mögen.
    (dazu sei gesagt, dass ich nur die ersten drei Arenan gespielt habe – nun gibts da nochmals die drei selben, nur in vierfacher Länge)

  4. Posted 27. Januar 2010 at 15:55 | #

    vielen Dank für die Info. Habe mir gestern zufällig sowieso das zweite Addon runtergeladen. Leider bin ich noch nicht zum spielen gekommen. Werde mich aber die Tage mal dran setzen. Wir testen gerade fleissig einige Arcade Games und Klassiker im Koopmodus.

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