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SWAT 4

Ab in die Zeitmaschine und zurück in das Jahr 2005. Heide Simons erhält keine Mehrzeit bei der Wahl in Schleswig-Holstein, Johannes Paul der II. stirbt und eine Fortsetzung des Spieles SWAT 3 kommt in die Regalläden. Okay, nach 3 kommt 4, so einfallsreich ist das nicht gerade…

Aber dafür ist das Spielprinzip umso spannender. Der Entwickler Irrational Games hat besonderen Wert auf Realismus gesetzt.

„Realismus wird überwertet! Hauptsache man knallt die bösen Buben ab und alle sind glücklich!“

Wieso war mir diese Aussage klar? Auch wenn es schwer vorstellbar ist, die Shooterspieler mussten bei diesem Spiel ein ungeahntes Körperteile benutzten. Und zwar das runde Ding auf dem Hals. Terroristen, Geiselnehmer, Bankräuber und sonstiger Abschaum sollten nicht sofort umgenietet, sondern nur unschädlich gemacht werden. Idealerweise indem ein oder beide Squads einen Gegner vor eine Übermacht stellten und Widerstand für diese Person somit aussichtslos machten. Meist haben die Gegner dann auch die Waffen zu Boden gelegt und man konnte ihnen einfach Handschellen anlegen.

„Nicht einfach rein rennen und die Gegner umwuchten? Hmmm hört sich nach keinem so guten Spiel an. Was ist das bloß für ein Shooter, in dem ich nicht einfach rumballern kann wie ich will?“

Ein Taktik-Shooter – in dem das Wort „Taktik“ wohl eine höhere Wichtigkeit besitzt. In jedem Szenario wurde man vor die Qual der Wahl gestellt: Wo geht welches Team ins Gebäude? Welche Werkzeuge nehmen die Teammitglieder mit? Beispielsweise Gasmasken, die die Auswirkung von CS-Gas eliminieren, Helme mit taktischem Augenschutz usw.

„Oh cool! Ich kann meine Teammitglieder ja auch steuern! Ziemlich intuitiv, diese Steuerung. Einfach auf eine Tür zeigen und dann per Kommando aussuchen, wie die Tür geöffnet werden soll – ob mit einer kleiner Sprengung oder sonstiges Gimmicks.“

Im Endeffekt war SWAT4 mehr ein taktisches Strategiespiel als wirklich ein Shooter. Denn die Gegner wurden im Laufe der „Kampagne“ (bzw. in späteren Szenarios) sehr stark. Heißt, ein paar Bewegungen in einem ungesicherten Raum und der digitale Tod war vorbestimmt.

Besonders im Koop-Modus wurde die gesamte Stärke des Spieles sichtbar, denn ein gemeinsam durchgeführtes Manöver zur Sicherung eines Raums oder zum Überwältigen eines Gegners machte richtig Spaß. Einzig die Frage nach dem Squadleader musste vorab geklärt werden, denn nur jemand, der auch taktisch vorgeht, sollte die Leitung des Teams übernehmen.

„ICH ICH ICH! So Jungs, wir gehen durch die Tür und schießen einfach alles pla….aaaaahhh wieso stehen hier Geg…….“

Dies kam gar nicht so selten vor. Denn der ein oder andere Squadleader wollte die Missionen in Bestzeiten durchführen und vergaß hin und wieder, dass hinter wirklich JEDER Tür der Feind lauern kann. Die Gegner wurden nämlich in zufälligen Positionen beim Start der Map gespawnt.

Also allen, die einen Klassiker mit Tiefgang und Taktik spielen möchten, sei SWAT4 ans Herz gelegt.

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One Comment

  1. Posted 10. März 2010 at 11:05 | #

    This is the reason I love http://www.koopgames.de. Shocking posts.

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