© 2010 Andy

“Castle Crashers” for button smashers

Bewaffnete kleine Männchen prügeln sich, Blut spritzt, Köpfe fliegen durch die Luft, Tiere scheißen sich aus Angst vor großen Monstern buchstäblich bis zum Kragen ein. All das, viel weniger wenn nicht sogar oder mehr gibt es beim actiongeladenen 2D side-scrolling Beat ’em Up „Castle Crashers“ für Xbox 360 und Playstation 3.

Bis zu vier Spieler schnappen sich einen der kleinen magischen Ritter und ziehen gemeinsam los, um im süßen Comic-Look das Böse zu verkloppen. Die Story wird ohne Texte und Dialoge erzählt, aber wenn man als edler Spieler sieht, wie Prinzessinnen entführt und Edelsteine geraubt werden, bedarf es schließlich keiner Worte.

Jawohl, da wird nicht diskutiert, sondern zur Waffe gegriffen und zugelangt! Immer feste drauf auf die bösen Jungs. Rechts und links und mit dem Schwert und der Keule und nen Pfeil hinterher und jetzt noch nen Blitzschlag drauf!

Die kleinen Helden finden immer wieder neue Schwerter, Säbel, Stöcke, Streitkolben, Angelruten, Fische und vieles mehr, mit dem sie unterschiedlich schnell und stark zuschlagen können. Außerdem verfügen sie über Pfeil und Bogen sowie Grundkenntnisse der Magie. Die besitzt schließlich jeder Held heutzutage, um dem einen oder anderen Schurken eins auf den Pelz zu brennen oder selbigen einzufrieren.

Wenn genug Feinde niedergemacht wurden, gibt’s ein Level-Up und man kann sein Ritterchen stärker, standhafter, schneller oder magischer machen. Dieses RPG-Element bringt ganz besonders viel Freude, denn dann lohnt es sich auch, das Spiel auch auf höherem Schwierigkeitsgrad zu zocken und alle Attribute zu maxen.

Was fällt dir ein, hier einfach so feige abzukratzen! Wach auf! Wach auf verdammt! Ich brauch dich jetzt, ich schaff die ganzen Kerle hier doch nicht alleine! Also steh jetzt auf und hilf mir gefälligst!

Wenn einem heroischen Helden die helfenden Heiltränke ausgehen und er umfällt, ist das noch nicht das Ende. Seine Koop-Partner können ihm eine kurze Herzdruckmassage verpassen und schon geht der Kampf weiter. Das sieht nicht nur witzig aus, sondern ist einfach ne coole Sache. So kämpfen alle gemeinsam bis zum bitteren Ende und keiner muss warten, bis endlich der letzte Spieler verreckt ist.

Und das geht ziemlich schnell, denn der Bildschirm füllt sich recht schnell mit Feinden, sodass der Überblick schnell verloren geht und man auf den Buttons herumsmasht, während man einfach hofft, gerade erfolgreich zu kämpfen. Ist aber nicht weiter schlimm, denn Laune macht das Ganze trotzdem.

Die Metzelei wird regelmäßig durch Bosskämpfe unterbrochen und das Setting samt Gegner variiert von Wald und Wegelagerern über Ninjas auf Schiffen zu Fischmenschen im Sumpf und Untoten in der Wüste.

Shit, schon wieder pleite. Ach jetz guck nich so! Deshalb bin ich auch vollberuflicher Ritter geworden und kein Buchhalter!

Ja, das Geld wird recht schnell knapp bei Castle Crashers. Aber auf der Übersichtskarte, auf der man sich durch die Welt manövriert, kann man Shops besuchen zum Einkauf von Waffen, Heiltränken und Co. Aber wenn man unbedingt die super Monstertöterkeule für den nächsten Level will, kann man auf der Karte auch immer wieder alte Level anwählen und dort Geld und Erfahrung sammeln gehen.

Der Soundtrack wiederholt sich zwar sehr schnell, aber der bringt einfach Fun und passt hundertprozentig zur Atmosphäre des Spiels. Denn letzteres nimmt sich selbst nicht so ernst und hat seinen eigenen Humor. Da will ich jetzt mal nichts spoilen, aber ein kleines Video mit dem Lava Soundtrack sollte erlaubt sein.

Fazit: Kurzweilige Koop-Klopperei mit motivierenden RPG-Elementen. Mit ca. 15€ ist man dabei und kann mit seinen Kumpels die Castles crashen. Bei dem mordsmäßigen Spielspaß ist es das Geld auf jeden Fall wert und Fans des Genres sind hier goldrichtig.

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