© 2010 Andy

Kriminelle & Schießereien bei “Kane & Lynch”

Kane & Lynch? So wie Goofy & Max? Oder eher Mario & Luigi? Oder doch Bonnie & Clyde? Oder vielleicht Sam & Max? Nein, nichts davon. Ein wenig in Richtung Tango & Cash, könnte man sagen. Hm hm.

Jedenfalls hatte ich vorher nichts von den bösartigen Charakteren Kane und Lynch gehört, aber die sind schon cool. Mordlustig, brutal, hart, verwegen (und was Lynch angeht auch noch total irre). Aber irgendwie cool.

Lynch: Was?! Ich bin nicht irre! Diese Tabletten sind nur für meinen Magen! Und Aussetzer, in denen man jede Menge Leute abknallt, die hat doch jeder Mal!

Erm… Ja. Im Third-Person Shooter „Kane & Lynch“ für PC, Xbox 360 und PS3 spielt man im Koop die Geschichte der beiden Knastausbrecher Kane und Lynch (wer hätte das gedacht), die sich ihren Weg durch jede Menge Polizisten und Gangster freischießen, um ans Ziel zu gelangen.

Lynch: Verdammt jetzt komm aus’m Quark! Das werden immer mehr Bullen hier oben und die sind schon reichlich angesickt, weil ich einige von ihnen kalt gemacht habe!

Besonders cool ist, dass sich das Ganze an vielen Stellen für beide Spieler nicht genau gleich spielt. So hält Lynch beispielsweise oben am Haupteingang die Polizei vom Eindringen in die Bank ab, während Kane sich unten am Tresorraum zu schaffen macht.

Kane: Sind die Geiseln noch am Leben?

Lynch: Was? Äh.. die haben angefangen rumzuzappeln! Was sollte ich denn machen??

Den beiden Protagonisten gerät so ziemlich jede Situation außer Kontrolle, was meistens am verrückten Lynch liegt. Aber mit äußerster Brutalität und Zielstrebigkeit bahnen sie sich trotzdem unaufhaltsam ihren Weg. Die Schießereien mit der Polizei auf offener Straße spielen sich dabei wie in einem guten Hollywoodfilm.

Schnapp dir den Typen dahinten! Ich nehm’ den hier vorne!

Kane und Lynch können auf Knopfdruck auch im Nahkampf jeden Gegner mit variierenden Animationen niedermachen. Hat mich schon irgendwie fasziniert, auch wenn der Fernkampf mit Pistole oder Gewehr dank zerstörbarer Umgebung und realistischen Nehmerqualitäten der Gegner einfach richtig Freude bringt. Da platzen Reifen, zerbröckelt Beton oder splittert Glas, während man die Feinde aufs Korn nimmt.

Kane: Hast du sie etwa getötet?!

Lynch: Keine Ahnung, gezielt hab’ ich auf ihre Beine!

Die Story wird mit Sequenzen in Spielgrafik weitererzählt und das funktioniert gut. Auch die deutschen Synchronsprecher haben sich etwas Mühe gegeben und wirken nicht so emotionslos wie in manch anderem Game. Man erlebt die Geschichte beim Spielen, wobei ich die Entwicklung der Charaktere noch interessanter fand, als das wilde Hin und Her in der urbanen Unterwelt.

Fazit: Cooles Game mit so einigen Stunden Spielspaß. Für Fans von Koop-Ballereien auf jeden Fall eine Empfehlung.

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